MOTORRADFAHREN IN DEUTSCHLAND 2018

Motorradfahren ist für viele der rund drei Millionen Biker hierzulande eine echte und tief verwurzelte Leidenschaft: Jeder Motorradfahrer sitzt im Schnitt bereits seit fast 19 Jahren regelmäßig im Sattel und drei Viertel von ihnen haben nie eine längere Motorrad-Pause eingelegt. Die wenigsten können sich vorstellen, auf ihr heiß geliebtes Hobby zu verzichten. Das sind Ergebnisse aus der jetzt veröffentlichten Branchenstudie MOTORRADFAHREN IN DEUTSCHLAND 2018. Für diese neue Primärstudie hat das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Motor Presse Stuttgart 1.500 Motorradfahrer in ausführlichen Interviews persönlich befragt.

Wen das Motorradfieber einmal gepackt hat, den lässt es also nicht mehr so schnell los – wohl auch wegen der positiven Eigenschaften, die viele Biker mit ihrem Hobby in Verbindung bringen: Für 79 Prozent ist es ein Stück Freiheit, auf der Maschine unterwegs zu sein, 59 Prozent nutzen das Motorrad, um dem Alltagstrott zu entfliehen. Motorradfahren ist für die meisten Biker heute primär eine Freizeitbeschäftigung. 88 Prozent nutzen ihre Maschine, um einfach so zum Spaß damit herumzufahren.

Zugleich ist es Ausdruck eines bestimmten Lebensstils – das zeigt sich nicht zuletzt am anhaltenden Boom der Retro-Bikes, die traditionelle Motorrad-Optik mit zeitgemäßer Technik verbinden. Einige Retro-Modelle sind inzwischen in die Spitzengruppe der meistverkauften Maschinen vorgerückt und auch aus Sicht der befragten Biker zählt die Retro-Welle neben den Naked Bikes zu den interessantesten Motorrad-Trends. Außerdem verspüren die Biker ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl: Rund 55 Prozent sind der Meinung, dass Motorradfahren verbindet, egal ob man einen Chopper oder eine Enduro fährt, egal ob man jung oder alt ist.

Apropos Jung und Alt: Unter den Motorradfahrern in Deutschland ist der Anteil der über 50-Jährigen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zugleich zieht das Hobby aber auch wieder mehr Einsteiger an: 22 Prozent der Biker sind unter 30 Jahre alt – Tendenz steigend. Fragt man nach den Vorlieben beim Motorradkauf, so stößt man auf Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während jüngere Fahrer verstärkt auf Kriterien wie Optik, Sound und Beschleunigung Wert legen, zählen für die älteren vor allem Komfort und Tourentauglichkeit. Ein Grund dafür: Gerade ältere Biker fahren häufig längere Strecken bzw. nutzen die Maschine, um damit in den Urlaub zu fahren. Reisen auf dem Motorrad liegen in der Motorrad-Community generell im Trend: Für 35 Prozent geht es mit dem Bike in den Urlaub, 2011 hatte der Wert noch bei 28 Prozent gelegen.

Mit neuen Crossover-Modellen, neuen Sicherheits-Features, weiterentwickelter Technik, verbessertem Design und nicht zuletzt mit bezahlbaren Einsteigermaschinen ist es den Motorradherstellern in den letzten Jahren gelungen, wieder mehr Käufer anzusprechen. Die Zahl der Neuzulassungen befindet sich seit dem Jahr 2010 in einem klaren Aufwärtstrend – wenngleich 2017 „nur“ rund 100.000 Maschinen und damit etwa 16.000 weniger als im sehr erfolgreichen Vorjahr, neu zugelassen wurden. Dieser Rückgang erklärt sich jedoch primär durch Sondereffekte in der Folge der Umstellung auf die Euro-4-Norm Anfang des Jahres 2017. Grundsätzlich befindet sich der Markt in einem stabilen und gesunden Zustand. Die gestiegene Investitionsbereitschaft der Biker spiegelt sich auch in der Befragung wider: Planten 2011 noch 22 Prozent, in den nächsten ein bis zwei Jahren ein Motorrad zu erwerben (sicher/vielleicht), so sind es aktuell 26 Prozent. Ihren Motorradkauf bereiten sie intensiv vor, sie unterhalten sich mit fachkundigen Bekannten und nutzen besonders häufig Motorradmagazine: „Fast 60 Prozent der Kaufplaner greifen zu speziellen Zeitschriften, um sich zu informieren“, erklärt Marcus Schardt, Sales Director von MOTORRAD, dem Marktführer unter den Motorradtiteln in Deutschland. „So punktgenau wie in Motorradzeitschriften können Werbungtreibende aus der Motorrad- und Zubehörbranche ihre Zielgruppen nirgendwo sonst ansprechen“, sagt Schardt.

Studiensteckbrief

MOTORRADFAHREN IN DEUTSCHLAND, das Standardwerk zum deutschen Motorrad- und Rollermarkt, informiert auf 146 Seiten umfassend und zuverlässig über die Branche. Objektive Marktinformationen und originäre Marktforschungsergebnisse der Motor Presse Stuttgart und des IfD Allensbach dienen als Grundlage der Analysen. Die Studie befasst sich unter anderem mit dem Fahr- und Kaufverhalten sowie den Einstellungen der Motorradfahrer, außerdem mit ihrer Sicht auf Marken und Markttrends. Dargestellt sind zudem Daten zu Neuzulassungen, Fahrzeugbestand und Gebrauchtmotorrädern. Ein weiteres Kapitel liefert Erkenntnisse zur Meinungsbildung und Mediennutzung zweiradbegeisterter Zielgruppen.

Die Studie ist ab sofort gegen eine Schutzgebühr von 420,- EUR bei Andrea Bock, Tel.: 0711/182-1730, abock@motorpresse.de, erhältlich. Journalisten und Geschäftspartner der Motor Presse Stuttgart können die Studie kostenfrei anfordern.

Bock, Andrea

Media Research
Telefon: +49 (0)711 182-1730
E-Mail: abock@motorpresse.de

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